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Dienstag, 5. Juni 2012

Ruta Maya y ultimas semanas en México

Kaum zu glauben, dass mit noch genau 21 Tage hier bleiben! Inzwischen erscheinen regelmäßig Countdowns auf meiner Pinnwand in Facebook, und man wird von deutschen Freunden immerwieder dran erinnert.
Ich selbst sehe das ganze mit gemischten Gefühlen- auf der einen Seite kann ichs kaum erwarten, Deutschland, meine Familie und alle Freunde wiederzusehen, auf der anderen Seite kann ich mir noch gar nicht vorstellen, mein Leben in Mexiko hinter mir zu lassen. Aber ändern kann ich ja sowieso nichts mehr, außer die letzten Tage hier zu genießen, das Datum steht.
Alle sagen ja, dass die letzten Monate im Austauschjahr die besten seien- naja, zumindest habe ich in diesen Monaten unheimlich viel gesehen und erlebt; gegen Ende April ging es los auf die Ruta Maya mit allen Austauschschülern, von Brownswille (USA, Texas) bis nach Cancun (im Süden Mexikos). Der Süden ist plötzlich wieder ein völlig anderes Mexiko, oder eben mehr Mexiko. Neben dem riesigen Mexiko-Stadt haben  haben wir viele kleinere Dörfer besucht, Menschen aus "indigenen Völkern" kennengelernt (richtige Mexikaner), sowie die Geschichte der Maya mit ihren Pyramiden. Natürlich haben wir auch die Paradies-Seiten Mexikos kennengelernt, sowie die Wasserfälle und Traumstrände. Ich denke, gerade diese Reise hat alle Austauschschüler noch näher zusammengebracht; es ist einfach etwas Einmaliges. Und ich denke für jedem von uns war diese Reise ein besonderes, unvergessliches Erlebnis.



Mit den Austauschschülern in Chiapas

Im "Paradies" Cancun

San Christobal de las Casas (Chiapas)

In "Agua azul", Chiapas

Mit den Austauschschülern in Mexiko-Stadt


Bei den Pyramiden der Maya

Was ich auch nicht vergessen werde war die Ankunft in San Christobal, Chiapas; wir kamen grade aus dem Bus, und schon "überfielen" uns dutzende von Frauen und Kindern, die uns Dinge wie handgemachte Taschen, Armbänder oder Figuren verkaufen wollten; und das für einen viel zu günstigem Preis. Viele Kinder (im Alter von 3-10 Jahren) haben so lange gebettelt, dass sie schon viele von uns Austauschschülern rumgekriegt haben. 





In diesen Reisen hat jeder sicherlich tausende von Eindrücke mitgenommen. Auf jeden Fall werde ich zufrieden zurück nach Deutschland kommen, froh, diese Erfahrung gemacht zu haben. So ein Jahr ist eigentlich nur weiterzu empfehlen, mit guten und schlechten Momenten- jeder einzelne Moment ist es wert!

Mittwoch, 18. April 2012

Un viaje en Monterrey

Ich mach heute doch gleich mal zwei Posts, um wirklich mal alles nachzuholen, was in den letzten Monaten so verpasst wurde; denn ich wollte euch schon immer mal einen Einblick in die wunderschöne Stadt Monterrey geben, in der ich seit fast 8 Monaten lebe, meinen Lieblingsorten und Lieblingsaktivitäten; Worüber ich wirklich geschockt war, dass die Rotarier den Austausch zwischen Monterrey (sowie einigen anderen Städten Mexikos) und Deutschland ab nächstem Jahr verboten werden würden, der Grund wäre die "Gefahr", absoluter Schwachsinn. Klar, Monterrey ist nicht die sicherste Stadt, aber Gefahr gibt es in genügend anderen Städten in der Welt, und ich habe noch nie von einem Fall gehört, dass hier einem Austauschschüler was äußerst Schlimmes zugestoßen wäre. So einen Austausch sowohl für Deutschland nach Monterrey (und darum auch andersrum!) zu verbieten wäre unheimlich schade. Ich hoffe, es wird genug Austauschschüler geben, die dagegen protestieren...

Zentrum von Monterrey (Macro Plaza)
Das "Herz von Monterrey"- Hier befinden sich viele alte Gebäude, Statuen, Museen und Regierungsgebäude.






Barrio Antiguo 

Wohl eines der schönsten Plätze in Monterrey- und der Stadtteil, der dem Rest Mexikos wohl am ähnlichsten sieht. Barrio antiguo besteht aus vielen alten Gebäuden, aufgrund der Abhängigkeit von Spanien ist vieles im spanischem Baustil gebaut.
Barrio antiguo hatte vor einigen Jahren viele Bars und Discotheken, wobei die  meisten aufgrund der steigenden Gefahr dort geschlossen wurden, jetzt gibt es viele lehrstehende Häuser.

Dort hab ich auch viele Geschäfte gesehen und kleine Kunstausstellungen, außerdem gibt es hier jeden Sonntag einen Markt mit antiken Dingen (sowie Möbel, Schmuck oder alten Kameras).










Plaza Santa Lucia
Wohl der einzige Fluss, der hier Wasser enthält, und  der ist nicht mal echt ;D. Vor allem jetzt im Sommer gefällt es mir, hierhin zu gehen, da Monterrey ansonsten leider wenig Abkühlmöglichkeiten gibt.
Hier gibt es viel grün, außerdem viele Restaurants und Boote, die dich bis nach Fundidora bringen.





Park Fundidora


Ursprünglich war Fundidora eine große Eisengießerei. Jetzt ist drumherum ein großer Park entstanden, die Maschinen stehen allerdings immernoch da (zur Verzierung) und es gibt viele kleine Museen in den damaligen Fabriken. Dazu gibt es eine Eislauffläche mitten im Park, sowie Verleihe für Fahrräder und Inlineskating.


Chipinque                                 

Ein Park, der sich auf einem Berg befindet. Die meisten kommen am Wochenende zum "Berghochwandern" (mit Fahrrad, Auto oder zu Fuß), und die Aussicht, die man danach auf die Stadt hat, ist wirklich unglaublich schön! Bis jetzt bin ich den Berg noch nicht ganz aufgestiegen, aber bevor ich zurückkomme, will ich das auf jedenfall noch machen.









"La Bandera"


Eine große mexikanische Flagge
(ich glaube mit ungefähr 50 Meter Breite) auf einer Art Aussichtsplattform, wovon man auf die ganze Stadt sehen kann.
 ...ein bisschen abseits...


Santiago


Ein kleines Dorf, das sich ca eine halbe Stunde von der Stadt befindet.
Wie in Barrio antiguo gibt es viele ältere Gebäude, das Dorf ist eher ruhiger. An manchen Sonntagen bin ich dort gewesen, eine gute Abwechslung zur vollen und lauten Stadt.









Cola de Caballo

Ungefähr nach ner Stunde Fahrt erreicht man die   Wasserfälle, die unglaublich schön sind!

Eigentlich wollte ich ein Video von einer richtig typischen nordmexikanischen Gruppe suchen, was ich euch dann doch lieber ersparen wollte. Dieses Lied (ich hoffe, ihr könnt es sehen), das im Moment in ganz Mexiko gehört wird, der Musik/Tanzstil heißt Tribal, der in Monterrey erfunden wurde.



Perrisima Semana Santa y emoción por la Ruta Maya! :D

Die Zeit rast nur so! Viele Austauschschüler haben mir bereits gesagt, dass die letzten 2-3 Monate am schnellsten sind, und einem am schönsten vorkommen, und so ist es auch. Im Moment genieße ich mein Leben hier einfach, meine letzten Monate ohne viel Arbeit, mit vieel Sonne, und einfach Mexiko-Feeling. Mir fehlt noch ne gute Woche, dann ist hier das Semester zu Ende und ich bin fertig mit der Schule. Schon in der nächsten Woche steht meine große zweiwöchige Reise, die "Ruta Maya" an, in der wir durch die ganze Ostküste Mexikos reisen werden. Was mich besonders freut, ist, dass meine Freundin Anni aus Finnland (die vor kurzem auf meiner Schule neu dazugekommen ist, aber nicht von meinem Austauschprogramm Rotary ist) mitreisen darf. Ich werd nach diesen zwei Wochen sicher tausende von Fotos hochladen, sowohl hier, als auch in Facebook.


In der  semana santa, also in der Osterwoche, war ich in Veracruz, einer älteren Stadt weiter im Süden, wo ich meine Freundin Mayin besucht hab, die im letzten Jahr für ein Jahr in Schüttdorf war; ne tolle Stadt, die Monterrey mal wieder keineswegs ähnlich gesehen hat. Manchmal denke ich, es existiert einmal Mexiko und Monterrey- wobei man in Monterrey gleich die Kultur der US-Amerikaner und Mexikaner hat, und dazu noch ne eigene. Trotzdem habe ich Monterrey in dieser Woche schon vermisst, auch wenns vielleicht nicht so ganz typisch Mexiko ist. Veracruz ist mehr von der "Kultur de Karibik" geprägt, das Klima ist feuchter, die Stadt grüner, das Essen und die Musik ist anders (wie zum Beispiel im Norden viele typische mexikanische Gruppen gehört werden, während im Süden die Musik eher an Urlaub erinnert) sowie das Spanisch- aber neben ein paar anderen komischen Wörtern (*perrisima) hab ich keinen großen Akzent bemerkt. Außerdem gibt es viele Partys in Veracruz, wovon wir an den Abenden dann gleich von provitiert haben :)

Mit Mayin und Kokosnussmilch am Strand von Veracruz :)


Der normale Alltag in Monterrey fing gleich wieder mit vollem Programm an: denn am letzten Mittwoch hatte ich meine Aufführung vom Bauchtanz, wofür ja so viel trainiert wurde. Natürlich war ich, wie immer bei irgendwelchen Präsentationen, ziemlich aufgeregt, aber alles ist zum Glück ganz gut gelaufen. Ich würde diesen Tanz zu gerne weitermachen, das macht mir unheimlich Spaß! Wer weiß, vielleicht lässt sich in der Grafschaft ja einen Kurs finden ;D 

Wer findet mich?


Backstage (mit meinen Mädels aus Mexiko, Finnland und Korea :))


Dann wurden in dieser Woche noch die Fotos für die Graduación (Abschluss) gemacht. Das war echt supercool, weil diese Kostüme einen wirklich an die typisch-amerikanischen Highschoolabschlüsse erinnert haben. Für die Finnin und mich mögen das vielleicht ein wenig "Fakefotos" sein, weil uns beide noch 2 Jahre fürs Abi fehlen, aber zweimal Abschluss feiern stört mich auch nicht- beide werden für mich sicherlich unvergesslich sein!

Finnland- Deutschland- Mexiko



Absolut gelungenes "High-School-Musical"- Foto (das musste doch ausprobiert werden)


Nach all diesen (Abschieds-)Eventen wird einen schon klar, dass die Zeit hier langsam zu Ende geht. Ich will es ehrlich gesagt noch nicht richtig wahrhaben. In diesem Jahr habe ich keinen Tag bereut, und gerade jetzt in diesen letzten Wochen wird jeder einzelne Tag spezieller. Ich will mich jetzt auch noch gar nicht von Mexiko verabschieden, das mach ich im Juni erst. Und dann gehts wieder zurück ins schöne, kühle Deutschland!




Sonntag, 18. März 2012

Comienzo de mis ultimos meses en México...

Wow, mein letzter Post ist ja schon ein Weilchen her, in dieser Zeit ist wieder so viel passiert, es fängt einfach nicht an, langweilig zu werden! Klar, an die meisten Sitten und Eigenschaften sowie Sprache hat man sich gewöhnt oder angepasst, und ich genieße diese einfach in meinen letzten Monaten. Nach so einer langen Zeit kommt einem das Leben ihr plötlzlich komplett "normal" vor. Die wirklichen Unterschiede und der "Riesenkulturschock" werden mir wohl erst klar, wenn ich wieder zurück nach Deutschland komme- was mir schon von Anfang an Angst gemacht hatte; du kommst zurück nach Hause, und plötzlich hat sich für dich alles verändert. Dabei ist das einzige, das sich verändert hat, du selbst, nur du merkst es nicht.
Hab neulich mal ein bisschen gerechnet und mir bleibt ja gar nicht mehr so viel Zeit in Monterrey, weil in den letzten Monaten die lang ersehnten Reisen durch ganz Mexiko anstehen. Darunter geh ich an Ostern Mayin in Veracruz besuchen, eine Freundin, die ich durch den Rotary-Austausch in Deutschland kennengelernt hatte; hat mich ehrlich gesagt überrascht, dass diesmal alles so gut mit den Planungen geklappt hat. Mit Rotary ist das Alleinreisen leider gar nicht so leicht, aber zum Glück hab ich gleich alle benötigten Erlaubnisse bekommen. Am letzen Wochenende gab es ein Zusammentreffen mit allen Austauschschülern aus meinem Distrikt in Huasteca, und wir haben wirklich wunderschöne Orte besucht- von Dschungeln bis zu Flüssen mit helltürkisem Wasser und Wasserfällen. Hätte nicht gedacht, dass ich noch einmal von acht Meter hohen Wasserfällen springen oder eine Burg mitten im Dschungel sehen würde.





 Diese ganzen Leute werde ich echt vermissen; die beiden kreativen Türken, die immer nen Spruch auf Lager haben und uns zum Lachen bringen, die Riesengruppe der feierfreudigen und freundlichen Brasilianer, die für alles bereit sind und ja dank des Portugiesisch viel akzentfreier Spanisch sprechen können als alle anderen, die stillen, süßen Taiwanesen, von denen ich immer wieder überrascht bin, den Belgier und die Französin, denen ich gerne zuhöre und denke, dass ich mir als nächstes die Sprache französisch vornehmen werde, den Ungaren, der dafür dankbar ist, dass wenigstens eine in dem Distrikt ein paar Wörter ungarisch kann und begeistert von seinem Land erzählt (dank meiner Erfahrung vom einwöchigen Austausch mit Ungarn), und natürlich die Deutschen, wobei einen auf all den Trips immer ein Stück zu Hause begleitet, und wobei ich trotz ihrem "trockenen Humor" immer noch am meisten lachen muss, manchmal genervt von den lauten Brasilianern sein können, es genießen, zu reden oder zu singen und den anderen irgendwelche Wörter beizubringen, auch wenn sie kein anderer versteht, und schon Zukunftspläne fürs nächste Event wie Rock am Ring oder Hurricane Festival in Deutschland für ein Zusammentreffen haben.

Ein Brasilianer und ein "Kuschelbärchen"



Montag, 16. Januar 2012

Que pedo...!

Heute bleibt mir ein bisschen Zeit für nen Post, wer weiß, wann mir das nächste mal Zeit oder Lust bleibt, jaja. Heute ist mein erster "Ausruhtag" wie seit nem Weilchen nicht mehr, und ich geh einer meiner Lieblingsbeschäftigungen im Internet nach; Facebook und Bloggs anderer Leute lesen (hat sich zu ner Leidenschaft entwickelt, haha). Im Grunde gibt es so viele Dinge, die ich tun könnte, es gibt zum Beispiel so viel zu lesen, aber bin halt der typische Aufschieber...
Aber ich fang mal von vorne an, es gibt schließlich so viel von meinem "neuen Leben" hier zu erzählen. Seit ca. einer Woche lebe ich schon in meiner zweiten Familie in San Nicolas, und es gefällt mir wirklich super gut! Meine Familie ist toll, unglaublich freundlich, und endlich habe ich meine erste Schwester, mit der ich mir sogar ein Zimmer teile! :D Außerdem wirkt mein Tagesablauf hier viel geregelter; ich bin fast den ganzen Tag beschäftigt, auch viel mehr mit meiner Familie, die sind nämlich alle Sportler- da mag jetzt mal wieder der eine oder andere von denen, die mich kennen, grinsen, aber ich seh das wirklich als Vorteil, fühl mich sogar beeinflusst :D Mein neuer Sport: Tennis, und das drei bis fünf mal in der Woche, und es gefällt mir wirklich gut! Dazugekommen ist jetzt sogar noch Rhytmo-Latino und Bauchtanz, beides Nebenkurse von der Schule. Bin doch selbst mal gespannt ob ich das ein ganzes Semester durchhalte; wenn ja, komm ich wohl topfit nach Deutschland zurück! Für die Schule bin ich immernoch entschlossen, diesmal wirklich mitzumachen, und das geht in meiner neuen Schule echt gut! Die Schule "Udem" ist wirklich komplett anders als meine vorherige Schule, das Prepa. Sie ist sehr klein (ca. 200 Schüler) und alles ist unglaublich familiar (+ austauschschüler-freundlich&erfahren). Stellt euch vor: Schüler und Lehrer "dutzen" sich nicht nur, sie umarmen sich sogar und geben sich Küsschen. Und als ein Lehrer mir soetwas wie "Hab dich lieb" sagte, fand ich das schon ein bisschen seltsam...Für ein halbes Jahr mag das ja ganz lieb und nett sein, wenn man das Verhältnis von Schülern und Lehrern in Deutschland vergleicht- aber ich bevorzuge doch eher den Lehrer als Respektsperson. Um die Austauschschüler wird hier allerdings viel besser gesorgt, ich hab sogar einen Privatlehrer, um mein Kultur- und Sprachwissen zu verbessern.
Und weil ich im letzten Jahrgang praktisch bin und alle meine Schulkameraden schon wissen, was sie studieren wollen, gehts jeden Dienstag und Donnerstag in die Universität nach San Pedro, und die ist riesig! Also mach ich sogar schon Erfahrungen einer Universität; und dort studieren Menschen aus aller Welt (auch viele Deutsche). Ich hab einen Kurs "Psychologie" gewählt und bin ernsthaft am überlegen, ob das nicht etwas für meine Zukunft wäre!
Ich denke, ich hab mich bereits gut eingefunden, und hab bereits viele neue nette Leute kennengelernt! Auch wenn diese wieder komplett anders draufsind, anders sprechen ("que pedo", eher umgangssprachlich, was in meiner vorherigen Schule fast niemand gewagt hat zu sagen, welches hier dagegen sogar die Mädchen benutzen), aber mir gefällts- erinnert mich fast ein bisschen an meine Mädels aus Deutschland :).
Trotzdem seltsam, sein "altes Leben" in Monterrey hinter sich zu lassen, schließlich weiß man, dass man so eins nicht nocheinmal so leben wird.
Fast jeden Abend sitz ich inzwischen zusammen mit der Familie, und wir reden wirklich über alles mögliche! Und eine Leidenschaft, die ich mit ihnen teile: Filme! Sie sind wirklich Filmexperten und kennen fast jeden einzelnen, der im Fernsehen kommt, und der Fernsehen läuft den ganzen Tag über, sogar beim Essen. Find ich eigentlich ganz gemütlich ;D
Dieses Wochenende hab ich wieder was Spannendes unternommen; am Freitag bin ich mit meinen "neuen Freunden" ins Kino gegangen, und danach haben sie mir die wohl besten Tacos aus San Nicolas gezeigt. Am Samstag war ich mit nem Freund das Zentrum von Monterrey erkunden, wobei ich wieder nen komplett anderen Blickpunkt auf diese Stadt bekommen habe! Ich denke, wenn man nicht alle Seiten dieser Stadt kennenlernt, kommt einen diese Stadt sehr blass vor; teure Malls, Hauspartys, Unsicherheit und Kriminalität ist eben nicht alles...Und das Zentrum ist so bunt, und es gibt so viele schöne Viertel wobei man von außen denken könnte, Monterrey wär nur eine moderne Industriestadt und hätte nur wenig mexikanische Kultur- von wegen.
                                           
                                                               Mein neues Haus :)


Meine neue Gastschwester


Ein Foto vom Bergsteigen
                                         
                                                      
                                           Im Zentrum von Monterrey




Am Sonntag, wie immer Familientag, hab ich meiner Familie dann begeistert davon erzählt, und noch am selben Tag sind wir ab ins Zentrum, wo es eine Art Flohmarkt gab mit ganz vielen antiken Sachen, das war echt toll!
Fürs nächste Wochenende stehen schon wieder Pläne an, wie Bergsteigen mit Freunden vom Udem, bin mal gespannt :)
Liebe Grüße aus dem ca. 20 Grad (aber im Morgen gefühlte -10 Grad und unbeheiztem San Nicolas), ich hoffe, euch gehts soweit auch gut!
Ich vermisse euch!

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Feliz Navidad y Año Nuevo



Jaja, in diesem Weihnachten habe ich viele neue typisch mexikanische Weihnachtslieder kennengelernt (endlich mal ein Beispiel für euch, damit man sich was vorstellen kann)! Auch wenn nichtmal diese mir zur Weihnachtsstimmung verholfen haben, war mein Weihnachten wirklich genial! Am 24. Dezember waren wir erst bei der Familie meines Vaters Essen am Nachmittag bis in den Abend hinein, bis wir gegen 11 Uhr nachts zur anderen Familie gefahren sind, wo dann die Party erst richtig losging! Wir haben Karaoke gesungen bis 3 Uhr morgens, Cumbia getanzt (typisch mexikanische Musik- und Tanzrichtung) und waren mit der Familie zusammen, und gegen 12 Uhr wurde dann jeder von jedem umarmt mit einem "Feliz Navidad"-Wunsch- hat mich fast ein bisschen mehr an Neujahr erinnert, was übrigens hier ungefähr ähnlich ablaufen wird. Am nächsten Morgen gings dann schon früh auf, denn dann kam die "Bescherung", und die Geschenke wurden verteilt. Für mich gab es unter anderem Pantoffeln, weil "ich ja nie was um die Füße hätte, wo es doch so kalt ist". Verschenkt habe ich unter anderem Schokolade (weil das Paket aus Deutschland mit über nem Monat Verpätung zum Glück wenigstens rechtzeitig zu Weihnachten ankam, ein dickes Dankeschön nochmal! :)), ein Buch über Mexiko und eine Dvd von "Goodbye Lenin", mein Lieblings-Deutschfilm. Aber an sich haben wir uns keine großen Geschenke gemacht, weil wir ein paar Tage davor nämlich noch in McAllen waren, in den Usa, Großeinkauf :) War mal wieder ganz spontan zwei Tage vorher beschlossen, wobei ich die Hoffnung, die Usa dieses Jahr nochmal zu sehen, schon fast aufgegeben hatte..Dafür hab ich mich natürlich umso mehr gefreut! Woow, und ich hab mich plötzlich gefühlt, als wär ich in einer anderen Welt- Alles plötzlich so groß, die Häuser geordnet, alles pikfein, sauber, sicher und keine Menschenmengen, wenn dann nur in den Malls oder Outlets. So ähnlich hatte ich mir die Usa vorgestellt, alles sah aus wie im Film. Ich fühlte mich so albern, weil es doch immer mein Traum war, einmal wenigstens die Usa zu betreten, und plötzlich war man mitten drin, ohne es wirklich begriffen zu haben (die Grenze war auch gar nicht so streng wie erwartet, sie ähnelte eher einer Brücke, zwar mit Kontrollen aber ohne viel Polizei oder sowas..). Das Verwirrendste war, dass dort so gut wie jeder Spanisch spricht und es fast nur Mexikaner dort gibt- nur mit amerikanischer Location. Für mich strahlte die Usa plötzlich so eine Ruhe und Gemütlichkeit aus :D (mag an McAllen liegen, wo absolut nichts los ist). Aber als ich wieder nach Mexiko zurückkehrte, das Auto vollbeladen mit allen möglichen Einkäufen, war alles wieder so voll, und plötzlich viel interessanter. Ich war doch froh, in Mexiko zu sein, es sah nach so viel Abenteuer aus.
Am nächsten Tag verabredete ich mich mit zwei Freunden für etwas, was ich schon immer mal hier machen wollte; Bergsteigen. Endlich mal ne Abwechslung von dem ganzen Auto fahren, Haus-zu-Haus oder Haus-zu-Mall. Naja, jetzt nicht soetwas, was man sich darunter vorstellt, mit Gurten und sowas, aber es ging nicht um den Berg und die Höhe, sondern um den Ausblick, den du von oben hast- und der ist wirklich gigantisch. Wenn man sich Monterrey so von oben anschaut, kann man es nur lieben- eine Riesenstadt von Bergen umgeben (Fotos folgen). Das muss ich auf jeden Fall nochmal machen!
Tage, an denen man zu Hause bleibt, bleiben natürlich auch nicht aus, vor allem jetzt in den Ferien (die bereits einen Monat dauern). Manchmal ist es einfach besser, mal für nen Tag drinnen zu bleiben, als sich mit dem Planen verrückt zu machen. Alles ist eben nicht so einfach, wenn man sich nicht von selbst bewegen kann, oder immer von irgendjemanden abhängig ist. Wenn es mir mal nicht gelingt, rauszugehen, versuche ich die Zeit sinnvoll zu nutzen, zum Beispiel mit lesen. Letztens hab ich mir zum Beispiel das Buch von Natascha Kampusch gekauft, die für 8 Jahre entführt worden war, die Übersetzung vom Deutschen ins Spanische. Und es gelingt mir tatsächlich, den kompletten Kontext zu verstehen, auch wenn mir pro Seite mal 5 Wörter fehlen. Das Filme verstehen fällt mir auch nicht mehr schwer und Gespräche kann ich immer besser folgen, auch wenn mir das Reden durch die Satzstellung und Grammatik gar kein Kinderspiel ist. Aber ich denke das kommt im nächsten Jahr umso schneller, wenn ich die Familie und Schule in den anderen Ort wechsle und noch mehr Leute kennenlerne. Außerdem habe ich mir vorgenommen, mich in der Schule diesmal mehr anzustrengen, weil ich ja jetzt mit mehr Vorkenntnissen komme. Auch wenn viele dabei jetzt grinsen mögen und sagen 'das Schuljahr zählt für deine Karriere doch eh nicht'; ein Jahr absolut gar nichts machen ist nicht unbedingt immer so toll- manchmal kommt einem das Gedächtnis echt lahm vor oder man hat viel vergessen, irgendwas braucht man zum fit bleiben.
Heute war zum Beispiel ein Tag, an dem ich zu Hause blieb und fing schon mal an, meinen Koffer zu packen. Eigentlich bin ich ja der Kanditat, der alles einen Tag vorher macht (selbst in Deutschland hab ich meinen Koffer fürs Austauschjahr einen Abend vorher gepackt, mit dem ständigen Gedanken 'das brauch ich doch noch!'), aber ich hatte die Zeit und wer weiß, was die nächsten Tage so ist.
Beim Koffer packen ist mir schon so einiges durch den Kopf gegangen, war schon ein seltsames Gefühl; einerseits sieht man zurück auf das "vergangene alte Leben", das man hier hinter sich gelassen hat; Familie, Freunde und alle Erinnerungen, die man mitnimmt. Andererseits sieht man auch einen neuen Start in einem neuen Ort, mit dem Gefühl, die Möglichkeit zu haben, alles nocheinmal besser machen zu können, sich den vielleicht möglichen Fehlern bewusst zu sein und die Erfahrungen zu nutzen. Mal sehen, was 2012 so mit sich bringt, ich freu mich drauf!
Ich wünsch allen einen ganz guten Rutsch ins neue Jahr! Hab euch lieb! :)

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Mi Cumpleaños (Mein Geburtstag in México)


Jaja, wenn man sich das Bild anguckt, sieht so ein Geburtstag in Mexiko nach viel Spaß aus- meiner wars eigentlich auch. Auch wenn's schon ein seltsames Gefühl ist; erster Geburtstag ganz woanders, der erste 5. Dezember in meinem Leben, ohne von meiner Familie mit einem Geburtstagsständchen vor meinem Bett geweckt zu werden; Mein erster Geburtstag, vor dem ich kein Stück augeregt war und den ich doch glatt selbst vergessen hatte- das ganze schien irgendwie doch noch zu verrückt! Im Grunde war dieser Tag auch ein ganz gewöhnlicher.
Ich stand schließlich auf, auch ohne Geburtstagsständchen, und aus der Küche dufteten mir schon Pancakes entgegen (mein Lieblingsfrühstück :)). Meine Brüder waren schon in der Schule, und nachdem meine Eltern mich gratulierten und wir lecker gefrühstückt hatten, brachte mich meine Mutter auch.
Den Schultag verbrachte ich mit meinen besten Freunden, die gerade keine Examen schreiben mussten (in den letzen Schultagen wurden Examen geschrieben, wobei ich nicht teilnehmen musste ;D). Hier in Mexiko ist man ja besonders süß, manchmal bekommt man von seinen Freunden Kuchen oder einen Luftballon zum Geburtstag geschenkt, damit wirklich jeder sieht, dass du Geburtstag hast. Ich hab sogar einen Luftballon bekommen, und dazu einen Edding, womit alle meine Freunde vom Prepa darauf unterschreiben konnten (hab ich schonmal ein weiteres Andenken für Deutschland). Am Abend waren wir nach Familientradition schön lecker mexikanisch essen, und so schnell ging der Tag auch schon vorbei. Am darauffolgenden Abend hab ich meinen Geburtstag noch mit ein paar Freunden gefeiert, die nun auch endlich Ferien haben. Wir waren Essen, zwar in einem ziemlichen Fleischrestaurant, weil das geplante zu voll war, aber das machte nichts. Für mich gabs dann die Notlösung "Pommes mit Quesadillas" (Tacos mit Käse), wobei ich den Käse weggelassen hab (den kann ich hier nämlich inzwischen nicht mehr sehen). Außerdem bekam ich als Geburtstagskind einen Brownie mit Vanilleeis und ein nachträgliches Geburtstagsständchen gratis.


Am Tag darauf kam mich dann Judith, die deutsche Austauschschülerin aus Sabinas, besuchen und hat für 2 Nächte bei mir übernachtet- hab mir dann zum Geburtstag auch endlich mal was in den teuren Shopping-Malls gegönnt, obwohl ich neue Kleidung auch wirklich nötig hatte! Hab doch tatsächlich 4 Monate mit meiner Kleidung aus 15 Kilo Koffergepäck gelebt, vielleicht mir mal eine Hose oder ein Teil gekauft, versteh ich selbst nicht, wie ich das geschafft hab. Vielleicht bin ich doch ganz wie mein Vater, der als Bänker ganz sparsam mit seinem Geld umgeht ;D. Oder aufgrund der teuren Dinge sehr wählerisch und vorsichtig war. Aber solangsam hatte ich keine gleichen Paarsocken mehr (keine Ahnung, wo die alle geblieben sind) und keinen warmen Schlafanzug, weil ich ja ganz naiv mit Boxershorts und T-Shirt im Gepäck nach Mexiko gekommen bin mit der Annahme, hier gäbe es nur Sommer- von wegen! Inzwischen ist es hier schweinekalt, 5-13 Grad mögen sich zwar albern anhören für einen Deutschen, aber ich bin tatsächlich den ganzen Tag am frieren! Vielleicht, weil ich mich gerade an die Hitze hier in Monterrey gewöhnt hatte und mein Körper sich plötzlich wieder umstellen muss, ich weiß es nicht.
Die Tage mit Judith waren wirklich toll, inzwischen ist sie für mich eine wirklich gute Freundin geworden und wir tauschen uns fast über jedes kleinste Detail oder Problemchen aus. Auch wenn ich das Gefühl hab, solangsam wieder mehr ins Spanische reinzukommen zu müssen; ich hab doch wieder viel deutsch geredet und jetzt, wo man Ferien hat, ist man wirklich sehr von Facebook oder Skype abgelenkt. Apropos Facebook: Inzwischen fühl ich mich fast ein bisschen abhängig. Zwischendurch hab ich doch tatsächlich mal darüber nachgedacht, Facebook zu löschen, weil ich das Gefühl habe, es lenkt mich zu sehr ab (hab ich mir von ner anderen Austauschschülerin abgeguckt, dies aber nicht durchgehalten hat). Aber inzwischen klingt das doch zu unmöglich, weil es doch irgendwie ne zweite Identität ist (muss grad an die Worte von ner deutschen Freundin denken: "Hauptsache, du lebst online weiter." :D). Außerdem hilft es einen, Sachen für den Tag zu planen und gleichzeitig mit Freunden von überall in Kontakt zu bleiben. Als Austauschschüler hab ich den "absurden" Plan also wieder ganz schnell vergessen, obwohl mich der Gedanke schon reizt mal für ein Jahr meinen Account zu löschen- durch Facebook bin ich auch sehr mit allen Leuten aus Deutschland verbunden, und wenn diese Verbindung nicht mehr hab,leb ich wirklich in Mexiko und bekomm von dort nichts mehr mit, und die Rückkehr wird umso aufregender! Aber trauen tu's ich mir doch nicht, und viele von euch wären sicher auch nicht begeistert von dem Plan, also lass ichs so wie's ist. :)
Am Wochenende hat mich ein Freund zu seiner Party eingeladen, "zu deinem Geburtstag und als Abschied des Prepas, weil du ja bald schon den Ort wechselst". Das war wirklich lieb! Dazu hat er mir eine Torte gemacht (wie für jede seiner weiblichen Freundinnen, die Geburtstag haben, haha). Und die sah wirklich toll aus! So eine tolle Torte hatte ich noch nie, mit Deutschlandflagge, meinem und seinem Gesicht und Geburtstagsgruß (in Deutsch und in Spanisch).


Die Torte hat leider nicht lange überlebt, denn wie nach mexikanischer Tradition wurde ich mit dem Gesicht mitten reingeklatscht; ich konnte weder sehen, sprechen, noch eine Miene verziehen oder atmen- kein angenehmes Gefühl, aber da muss wohl jeder mal durch. :) Und weil ich weiß, dass auch dieser Freund dank Google-Übersetzer ein großer Fan meines Bloggs ist: Muchissimas Gracias Wiki! :)


Im Grunde hätte mein Geburtstag hier nicht besser sein können! Jetzt kommt erstmal Weihnachten auf mich zu (nur noch 10 Tage), und meine Weihnachtsstimmung hat sich immernoch nicht gehoben. Da mag die Weihnachtsdeko noch so umfangreich sein (obwohl, in meiner "Siedlung" ist sie das auch gar nicht so) oder der Tannenbaum schon seit Ende November stehen, oder tausende Posadas ('Vorweihnachtspartys') gefeiert werden, aber nö. :D Aus "tiefster Verzweiflung" hab ich mir sogar eine Wiedergabeliste aus Weihnachtsmusik auf meinem Lap Top erstellt, aber ich befürchte, die Stimmung kommt jetzt die letzen 10 Tage über auch nicht mehr auf. Naja, was solls...
Meine einmonatigen Ferien verbringe ich bis jetzt ganz entspannt; lange schlafen, Kino, Shopping, Essen bei Freunden, Familie besuchen und Pläne schmieden für die nächsten Tage; auf jeden Fall wollte ich noch mit einer Freundin ins Zentrum von Monterrey fahren, um auch mal andere Teile Monterreys kennenzulernen, aber mal sehen, ob mich meine Eltern lassen. "Wir leben hier schließlich nicht in einer Stadt mit nur Regenbogen und Schmetterlingen", hat mir ein Freund von hier mal gesagt, als ich ihn darauf ansprach, dass die Leute hier eher selten rausgehen. Das Zitat hab ich mir irgendwie gemerkt. ;D Und die Bewegungsfreiheit in Deutschland schätz ich doch von Tag zu Tag mehr. Und ich bete noch ein bisschen darum, dass sich meine Eltern doch noch umentscheiden und nächste Woche nach Mc Allen in die Usa zum Shoppen fahren, um endlich mal sagen zu können, dass ich schon in den Usa gewesen bin, sowie schön billig einzukaufen. Oder wer weiß, vielleicht lande ich ja nächste Woche noch in Sabinas.
Planen ist hier irgendwie gar nicht so leicht, weil Mexikaner sich gerne nach Lust und Laune umentscheiden. Auch wenn es einem manchmal zur Weißglut treibt- daran muss man sich schon irgendwie anpassen, oder auch spontan sein.
Ich denk an euch!
Eure Helen

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Viva México!

Wow, jetzt habe ich aber viel zu erzählen! Der November war wohl mein "Reisemonat", ich war fast die ganze Zeit unterwegs quer durch Mexiko. Das hab ich wirklich genossen, hab so viele neue Dinge gesehen und bereits eine neue Sicht auf dieses Land. Aber feststellen muss ich wohl auch, dass ich Mexiko immer noch nicht wirklich kenne- es ist einfach so vielseitig! Vor allem, wo ich den Süden jetzt ein bisschen besser kenne, der irgendwie doch ein bisschen "echter" Mexiko ist. Natürlich hat der Norden auch etwas mexikanisches, aber ist auch ziemlich "amerikanisch" und vieles erinnert einen sehr an die Usa.
Zum Glück hat das Beten geholfen, alles hat geklappt; wir konnten Renatta und Judith in Sabinas besuchen, in der darauffolgenden Woche war ich mit meiner Familie in Mexico City und zwei Tage danach ging es in die weiter südlich liegende Stadt Puebla zum Treffen mit allen Rotary-Austauschschülern aus Mexiko.
Ich fang dann mal ganz von vorne an; vor drei Wochen fuhr ich mit Sally (aus Taiwan) nach Sabinas, abgeholt wurden wir von dem Rotary-Counselor von Renatta (Brasilien) und Judith (Deutschland), weil der uns vier eingeladen hatte zu seinem Heimatdorf Lampazos, wo ein besonderes typisches Fest stattfand. Im Grunde sind wir nur einen Abend in Sabinas geblieben, und am Morgen darauf ging es schon weiter in das einstündig entfernte Lampazos auf einer "Cabalgata" mit ganz vielen Caballos (Pferden)- da fühlte ich mich echt wie in einem Westernfilm; wo man auch hinsah, überall im Dorf sah man "Cowboys" auf Pferden und Feiernde in Wagen, Tanzende zu mexikanischer Musik und alle schienen gut gelaunt zu sein. Spontanerweise sind wir dann in einen Wagen gestiegen, der von Pferden gezogen wurde; und es wurde getanzt und gefeiert, und währenddessen fuhren wir durch die "Wildnis von Mexiko", diese Atmosphäre erlebt man denk ich nicht so schnell wieder! Und dass wir alleine waren, machte diesmal keinem was, weil sich jeder im Dorf kannte gab es keine Gefahr- in Monterrey wär so ein Fest unvorstellbar. Am Abend habe ich zum ersten Mal ein Rodeo gesehen, und danach sind wir noch ein bisschen mit dem Auto rumgefahren- einfach so! Das ist hier auch bei den Jugendlichen sehr beliebt (besonders aus dem Dorf, weil du schon mit 16 fahren darfst, Benzin nicht so teuer ist und die Dörfer meistens sicher sind). Manchmal fährt man einfach in einer Gruppe Auto um sich zu unterhalten, die Gegend zu erkunden oder zu sehen, was draußen so los ist.
In dieser Nacht blieben wir in Lampazos in dem zweiten Haus von dem Counselor, und das war vielleicht ein Haus. Von außen und innen sah alles aus wie in einem Film, alles so antik. Der Counselor hat uns dann erstmal die Geschichte des hundert Jahre altem Haus erzählt, das aufgrund seiner Vorfahren im italienischen Stil gebaut wurde; aber ich kann noch so viel erzählen, das Beste ist glaub ich, wenn ich Fotos von allem zeige.





Am nächsten Tag fuhren wir in las Grutas , in einer Höhle mit Stalaktiten und Stalagmiten, das sah auch echt beeindruckend aus! Danach haben wir noch ein paar Dörfer in der Umgebung besucht, wo wir erstmal alle Sorten Pan (eine Art Brot) probiert haben. Auch wenn man schon so satt war vom Tag davor, musste man wie immer einfach wieder alles probiert haben. Am Abend sind Sally und ich dann noch eine Nacht in Sabinas geblieben und sind am nächsten Tag wieder nach Monterrey aufgebrochen.
Auch wenn dieser Trip der kürzeste war, war er glaub ich einer meiner Favoriten, weil man den "Dorfalltag" in Mexiko kennengelernt hat. Alle Leute kennen sich, und deswegen gehen sie auch öfter raus. Allerdings legen die Jugendlichen fast keinen Wert auf Schule und sind allgemein sehr faul. Aber alle sind sehr freundlich, offen und wollen dich gleich kennenlernen und dir alles zeigen. Das ganze fühlte sich einfach "mexikanischer" an, das ist schwer zu beschreiben. Aber ich versuch auf jeden Fall zurückzukehren, vielleicht in den einmonatigen Ferien im Dezember, um alles besser kennenzulernen.
Das Wochenende darauf ging es dann mit dem Flieger nach Mexiko City, worauf ich auch schon echt gespannt war, und ich war hinterher überrascht, wie wenig Mexiko City doch Monterrey ähnlich sah- alles hat mich fast ein bisschen an eine europäische Altstadt erinnert, mit den alten Gebäuden, der U-Bahn und ich sah nach langer Zeit wieder Leute auf der Straße laufen! Natürlich ist diese Riesenstadt (mit der höchsten Einwohnerzahl)schon gefährlich und du musst aufpassen, es gibt riesige Gebäude, fast nirgendwo gab es Platz und überall sah man Häuser/Hütten, die teilweise in Deutschland unvorstellbar wären und Armut sieht man in allen Formen in jeder Ecke. Aber ansonsten hat mir Ciudad México besser gefallen als erst gedacht, es gibt echt schöne Ecken, so viel Kunst und Kultur und das Essen ist hervorragend! Ich nenn diesen Trip mal "Bildungsreise", ich hab viel über Mexiko allgemein gelernt, denn meiste Zeit haben wir Museen oder Kirchen besucht. Und natürlich waren wir auch bei den alten Pyramiden der Mayas, die ja wohl die Wahrzeichen Mexikos sind!


Ich denke, jeder, der mal in Mexiko ist, sollte auch mal die Hauptstadt von Mexiko gesehen haben, weil es einfach so viel zu sehen gibt!
Zwei Tage später ging es dann nach Puebla (zum Glück wurde alles noch rechtzeitig mit dem Transport geregelt). Die Fahrt war allerdings sehr lang- erst sieben Stunden nach Tampico, dann nochmal 7 Stunden nach San Luis,um Austauschschüler von unserem Distriktvon dort abzuholen, und von da aus nochmal 7 Stunden in das südliche Puebla. Aber dank den gut gelaunten Austauschschülern kam es einem nur halb so lang vor! Wow- ich liebe meinen Distrikt. Irgendwie sind wir schon ein bisschen zu ner Familie zusammengewachsen. Liegt vielleicht daran, dass jeder als Austauschschüler in irgendner Weise auf sich allein gestellt ist und wir so zusammenhalten. Und vielleicht daran, dass wir zum Großteil aus Brasilianern bestehen, die machen immer gute Laune (auch wenn sie manchmal nerven können). Trotzdem kamen wir müde an, und weil wir sehr spät waren, sind wir anstatt zum Hotel gleich zum ersten Treffen gefahren. Man war dort schon echt verwirrt, so viele Menschen (vielleicht 500?), zum größten Teil bestand der aber aus Brasilianern und Deutschen (hab viele aus Deutschland wiedererkannt, schon irgendwie seltsame Begegnung). Am nächsten Tag trafen wir uns in der Innenstadt, und dann ging es auf eine Art Marsch, wobei die jeweiligen Austauschschüler eben ihr Land vertreten haben. Das war schon echt cool! Und nebenbei ist Puebla eine wunderschöne Stadt! Aber alles hat mich sehr an Spanien erinnert (weil Mexiko ja auch mal abhängig von Spanien war ne? ;D) Am Abend hatten wir auch echt ein besonderes Programm; denn nur für uns Austauschschüler wurde ein ganzer Club gemietet! Da hätte sich ja eigentlich herausstellen, welche Nation die besten Tänzer hat- aber herausgefunden hab ichs nicht, weil wir ja doch ziemlich gemischt getanzt haben. Klar, dass ich todmüde ins Bett fiel, aber am nächsten Tag ging es natürlich wieder früh los, nämlich auf Safari-Tour. Naja, so 'ganz echt in der Natur' wie man sich das so vorstellt war die Safari dann doch nicht, aber in einem abgegrenzten Gebiet, mit Elefanten, Giraffen, Nashörnern, Tiger und Kamelen, die ich vorher noch nie von so nah gesehen hatte.
Am Nachmittag hatten wir dann Freizeit und Zeit, Kontakte aus aller Welt zu schließen, und für die Talentshow für den Abend zu proben- es wurde getanzt und gesungen in verschiedenen Sprachen. Auch wenn unser Distrikt leider nicht gewonnen hat, hatte glaub ich jeder seinen Spaß!



Nach zwei (zu kurzen) Tagen in Puebla mussten wir uns dann auch schon wieder auf den Rückweg machen. Aber ich freue mich schon auf die nächste Reise, auch wenn die bis zum nächsten Jahr noch lange hin ist...Worauf sich glaub ich alle schon freuen, ist die bevorstehende zweiwöchige "Ruta Maya", wo es unter anderem nach Cancun geht, das Paradies Mexikos- mit weißen Stränden und glasklarem Meerwasser.
Aber bevor es dahin geht, muss ich mich jetzt erstmal wieder in den Monterrey-Alltag einfinden (der auch gar nicht so schlecht ist). Aber gar nicht so einfach, sich als Austauschschüler wieder so schnell an alles zu gewöhnen, weil ja doch noch nicht alle Dinge so üblich und 'fest' sind, nichtmal nach vier Monaten. Aber natürlich hab ich auf meinen Reisen schon meine "Ersatzheimat" Monterrey vermisst, mehr aber Deutschland- besonders in Puebla, weil ich zum erten Mal alleine und wirklich weit weg von beidem war. Vor allem jetzt in der Weihnachtszeit und weil ich ja (schon!) in fünf Tagen Geburtstag hab, stell ich mir diese Zeit doch echt hart vor- das erste Mal, dass ich mich doch irgendwie für einen Monat nach Hause wünsche. Aber das gehört nunmal dazu und ist ja auch eine Erfahrung!
Mein Alltag wird sich übrigens auch sehr bald ändern: In genau einem Monat wechsle ich nämlich schon meine Familie in das 'weit entfernte' kleinere San Nicolas, wovor ich aber inzwischen keine Angst mehr hab. Meine Familie hab ich ja bereits kennengelernt, und ich verstehe mich super mit ihnen! In der Schule werd ich mich vielleicht nicht mehr so oft aufhalten, weil die sehr klein ist und aus vielleicht 200 Schülern besteht, aber ich denke, dafür werd ich mit Tennis anfangen (weil meine ganze Familie Tennis spielt). Und ich bin am überlegen, noch eine vierte Sprache zu lernen, weil ich denke, die Zeit, die ich hier noch habe (in der Schule muss ich nicht viel machen), ausnutzen zu müssen. Mein Spanisch läuft nämlich inzwischen auch ganz gut, ich versteh beinahe alles und unterhalten kann ich mich auch. Träumen und Denken tu ich zwar noch nicht in Spanisch, aber das ist nicht so schlimm, das würd mich wahrscheinlich auch verrückt machen. Dafür könnte ich meine Kenntnisse vielleicht für ne neue Sprache verwenden, weil das Spanisch sich mit französisch oder italienisch ähnelt. Aber mal sehen, vielleicht ist das auch nur eine Phase und in ein paar Tagen überholt mich wieder die Faulheit oder ich komm mit mehr Sprachen zu sehr durcheinander.
Jedenfalls, Langeweile krieg ich hier schonmal nicht.
Wow, schon erster Dezember heute! Einige Austauschschüler haben sich doch tatsächlich einen Adventskalender schicken lassen, den gibt es hier nämlich nicht. Aber ich bin sicher, hier gibt es viele andere Traditionen zu Weihnachten, die ich noch kennenlerne. Ich freu mich drauf, und berichte so bald wie möglich wieder! Bis dahin wünsch ich allen ne schöne Weihnachtszeit :)
Eure Helen

Sonntag, 6. November 2011

Fiestas ohne Pause! (Halloween & Navidad)

Inzwischen glaube ich wirklich, dass die Mexikaner jeden Monat irgendetwas zum Feiern brauchen; jetzt ist grad mal "Halloween" und "Dia de los Muertos" (Tag der Toten) gegen Ende Oktober, Anfang November zu Ende, und schon wird etwas Neues gesucht; und da Weihnachten nunmal am nächsten dran ist, wird jetzt schonmal ein bisschen gefeiert. In den Shopping-Malls wurde schon fleißig dekoriert mit Riesenweihnachtsbaum, Kunstschnee und Weihnachtsmusik und den mexikanischen Weihnachtsmann hab ich auch schon gesehen! Eigentlich wollt ich mir ja die Augen und Ohren zuhalten, weils für mich noch viel zu früh ist. Vielleicht habe ich aber auch noch nicht realisiert, wie schnell die Zeit hier vergeht und dass Weihnachten doch gar nicht so weit weg ist, wie vielleicht angenommen...
Aber erstmal erzähl ich euch von Halloween, ich denke, das ist für jeden Europäer interessant, weil es das größtenteils nur in Amerika gibt, jedenfalls das "echte Halloween". Der Schultag war unheimlich cool, fast jeder hat sich verkleidet (egal als was)! Ich bin als Hippie gegangen, aber mein Kostüm war denk ich doch nicht so spektakulär, um bei dem Contest für die beste Verkleidung mitzumachen, der in der Turnhalle stattfand; wow, das war so riesig! Nach der Schule bin ich direkt mit einer Freundin mitgefahren, um ihr ein wenig bei den Vorbereitungen für ihre Riesen(!) Halloweenparty am Abend zu helfen- auf der Gästeliste standen 800 Leute aus wohl fünf verschiedenen Schulen. Ganz schön großzügig, wenn man vermerkt, dass hier die meisten Fiestas gratis sind (von wegen 15 Euro Partys); es gab Snacks, Getränke und Tacos. Und die Dekoration war wirklich unglaublich, soetwas hab ich noch nie gesehen! Ich denke, so schnell erlebt man soetwas nicht wieder.
Am folgendem Sonntag hat mich mein Chairman von Rotary auf eine kleine Fiesta für den "Dia de los Muertos" mit seiner Familie eingeladen. Das verlief so, dass ein Altar für eine bedeutende verstorbene Person aufgebaut wurde (mit Foto und Dingen wie Essen, die der vertorbene gerne gemocht hat). Dann wurde soetwas wie eine Andacht gehalten und danach wurde natürlich gegessen! (Hab mich übrigens noch nicht getraut zu wiegen, aber ich denke, dank meiner "regelmäßigen" Fitnessstudio-Besuche kanns nicht allzu dramatisch sein ;D)
Am Wochenende davor hat mich mein Bruder mit auf einem Trip durch Monterrey von seiner Schule genommen, das war echt spaßig, weil wir an einem Tag an wohl 6 verschiedenen Orten waren (Bräuerei, Museen, Restaurants, Park Fundidora). Ich denke, ich kenne die Stadt Monterrey und ihre Eigenschaften jetzt ein wenig besser, auch wenn ich bei den Führungen durchs Museum leider nicht allzu viel verstanden hab. Aber ich hab viele neue Leute kennengelernt, das war die Hauptsache! Aber wenn mich jemand nach dem typischen Mexikaner fragt, habe ich doch noch ein bisschen Schwierigkeiten, um eine Antwort zu geben, weil das einfach von der Person abhängt. Klar, irgendwie haben sie doch alle etwas gemeinsam, zum Beispiel ihre Fröhlichkeit, Offenheit und Lockerheit. Aber vielleicht hängt das auch sehr von der Region ab, oder aus welchen Familien sie kommen. Jedenfalls, wenn mich jemand fragt, was mir besser gefällt, mexikanisch oder deutsch- sag ich, das beide "Charaktere" Vorteile sowie Nachteile haben. Zum Beispiel hat mir neulich ein Mexikaner, der mit einem Deutschen in Kanada studiert hat, "dass Deutsche sehr gute Freunde sind". Das hab ich behalten, weil ich denke, dass das schon etwas Bedeutsames hat. Ich hab hier bereits Erfahrungen gemacht, und Vertrauen in einige Leute zu finden fällt mir doch noch sehr schwer. Ich weiß, dass ich hier bereits einige Freunde habe, auf die ich wirklich zählen kann und mich unterstützen wenn es mir mal nicht gut geht, und ich denke das ist sehr wichtig. Und wie "verklemmt, streng und distanziert" wir Deutschen auch sein können, wenn man uns besser kennt, sind wir doch sehr treue Menschen.
Seit dieser Woche versuche ich noch, die Zeit auf dem Prepa wirklich zu genießen, da mit nur noch 3 Wochen bleiben- was ich erst gar nicht glauben konnte! Aber in 3 Wochen ist das Semester zu Ende, danach werden Examen geschrieben und dann steht erstmal ein Monat Ferien an, bis im Januar das nächste Semester beginnt. Und dann bin ich ja schon auf der anderen Schule in San Nicolas, die gute 40 Minuten vom Prepa entfernt ist. Ich kann mir noch gar nicht vorstellen, einen kompletten Neustart zu machen, weil meine Schule und die Menschen hier bereits ein wichtiger Teil meines Lebens geworden sind. Aber vielleicht auch gut, eine neue Erfahrung zu machen, und vor allem neue Menschen kennenzulernen (die sicherlich wieder komplett anders ticken als die Leute hier).
Dieses Wochenende war ich mit einer Freundin in einer Mall shoppen und am Samstag hab ich mir im Kino "Paranormal Activities 3" angesehen; außerdem hab ich mir für die "Boda" (Hochzeit) am Donnerstag Schuhe mit Absatz gekauft, und mit denen bin ich hier jetzt definitiv ein Riese!
In dieser Woche hab ich mich viel mit meiner Deutschland-Presentation beschäftigt, die ich am Dienstag auf spanisch vor dem Rotary-Club halten muss. Da bin ich mal gespannt wie das klappt, aber ich hab ein ganz gutes Gefühl! Den Trip nach Sabinas zu den anderen Austauschschülern haben wir um ein Wochenende verschoben, ich hoffe das klappt jetzt mit dem nächsten Wochenende! Das Problem ist, dass wir jetzt auch mal nach 3 Monaten eine E-Mail mit seitenlangen Reiseeinschränkungen bekommen haben, was total unnötig und ärgerlich ist. Dank den Einschränkungen wissen wir jetzt auch nicht mehr, wie wir nach Tampico kommen, wovon wir mit allen Austauschschülern nach Puebla fahren. Gegen Ende November steht nämlich eigentlich eine Reise in die südlich liegende Stadt Puebla an, wo wir uns mit allen Austauschschülern aus ganz Mexiko treffen. Ich hab mich unheimlich gefreut, aber jetzt ist eben nicht mehr sicher, ob ich mitfahren kann. Jetzt kam auch raus, dass wir zwar nicht alleine über Tag reisen dürfen, aber in der Nacht zusammen mit dem Bus auf die Hauptstraßen durch Mexiko fahren- meine Eltern sagen, das ist verrückt und unheimlich gefährlich. Jetzt hab ich mich bereits mit anderen Austauschschülern und den Rotariern in Kontakt gesetzt, und ansonsten bete ich, dass das ganze noch klappt. Notfalls nehmen wir eben den Flieger direkt nach Puebla.
Diese Kurzfristigkeit und teilweise Unverlässlichkeit einiger Mexikaner (2 Tage Zeit zum Geld überweisen, ne Woche später alle Informationen und dann noch so unüberlegt) ärgert einem natürlich in diesem Fall unheimlich, weil die Reise jetzt auf der Kippe steht.
Aber das wird schon, ich halt euch auf dem Laufenden. Ansonsten geht es mir gut! Als ich die Presentation für Deutschland gemacht habe, fing ich jedoch an, Deutschland ganz schön zu vermissen- Und als ich Bilder meiner Heimat gesucht hab, fällt mir erst auf, in welch schönem Umfeld wir doch leben! Vielleicht ist bei uns zwar nicht so viel los, trotzdem vermiss ich echt das Grün und die Bewegungsfreiheit. Aber ein wirkliches Bedüfnis nach Hause hatte ich noch nicht, weil ich diese neuen Erfahrungen einfach genieße! Trotzdem freue ich mich auch schon auf meine Rückkehr, wenn die Zeit weiterhin so fliegt wie nach dem ersten Drittel, ist es ja gar nicht mehr so lang bis ich euch wieder in die Arme schließen kann :).
Liebe Grüße aus dem 15 Grad- bereits weihnachtlichem und festfreudigem México (für mich ists fast so als hätten wir ne Jahreszeit übersprungen)!

Ein bisschen Halloween- und Weihnachtsstimmung...